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STADTBLICKE:               HANNAH JO, 2 JAHRE:                       "Ich bin heute mal  Pipi Langstrumpf!"

      Ich heiße Hannah Jo und bin 2 Jahre.

Natürlich kann ich noch nicht schreiben, aber erzählen.      
Da meine Mama gerade am Computer sitzt und tippt, erzähle ich ihr alles.

Ich bin heute mal Pippi Langstrumpf. Ich hab auch ein Haus und ein Pferd.
In dem Haus, da ist ein Atelier, da male ich immer. KUNST mache ich dann!
Oft kommen uns da Kinder besuchen. Ich male gern. Am liebsten male ich mich an.
Ich tanze auch gern. Mama hat auch eine Tanzgruppe. Da gehe ich immer mit,
wenn sie Auftritte haben. Ich passe auf die Mädchen auf  und tanze vor der Bühne mit.
Wenn ich groß bin, kommen auch Kinder zu mir. Ich mache dann Musik mit ihnen.

Ich singe nämlich gern: "ENTEN... SEE....WASSER......HÖH!" Kennt Ihr das?

Ich höre auch gerne Geschichten und wundere mich dann mit Mama über die Welt!

Wir reden dann stundenlang darüber und ich frage die Mama total gerne aus.

Ich mag es nicht, wenn Kinder keine Mama haben. Dann weine ich. 
Mama hat mir über Strassenkinder in einem anderen Land erzählt.     
Pablo hieß der Junge, der hatte keine Eltern mehr und lebte in einer Tonne im Müll.
Da wurde ich ganz schön traurig und habe mir überlegt, wie ich ihm helfen könnte.
Ich wollte ihm erst mein Bett schicken. Aber Mama meinte, das geht nicht.
Das würde ihm auch nicht helfen. Ich habe dann überlegt, ob ich ihm Mamas Bett schicke,
aber dann müßte Mama auf dem Boden schlafen. Das fand ich blöd.

Ich bin dann auf eine tolle Lösung gekommen.
Ich hab ihm einen Freund gezaubert, der da in dem fernen Land für ihn sorgt und auf ihn aufpasst.
Der soll ihm dann Eltern besorgen und ihn trösten und mit ihm reden.
Ich hab mir das ganz doll gewünscht und den Freund dahingezaubert.

                        
Mama meint, ich hätte tolle Ideen und wäre lieb. Nur Zaubern geht nicht in Echt.

Ich glaub, Mama weiß einfach nicht Bescheid. Zaubern geht doch!
Oma zaubert mir doch immer meine Nuckie wieder her.                                  
Mama hatte dann  eine Idee. Sie meinte, wir könnten Geld spenden für Strassenkinder wie Pablo.
Ich weiß nicht, ob das hilft. Mama holt Geld immer mit so einer Karte in so einem Laden.
An die Apparate komme ich nie dran. Außerdem hab ich keine Karte, Pablo bestimmt auch nicht.

Er kommt bestimmt auch nicht an die Apparate dran.        

Ich habe ihm  also vorsichtshalber lieber einen Freund dahin gezaubert. Ich hoffe das hilft ...